Mykosen und Dermatosen bei Menschen mit Diabetes: vom Granuloma anulare bis zum diabetischen Fußsyndrom Trichophyton rubrum & Onychomykose: Diagnostik und Therapie bei Diabetes

 Workshop

M6 - Messehaus
Deutsch
Workshop
08. November 2019 08:30 - 10:00

Im Workshop werden anhand von eindrucksvollen klinischen Bildern und Patienten-Verläufen die Differentialdiagnosen der Dermatosen und Dermatomykosen sowie der Onychomykose bei Diabetikern dargestellt und Quiz-artig besprochen.

Diabetiker gelten als Risikopatienten für eine Tinea pedis bzw. Onychomykose. Die Onychomykose wird heute als Prädiktor eines diabetischen Fußsyndroms angesehen. Die Prävalenz der Onychomykose bei Diabetikern (Typ II) beträgt bis zu 22 %, die meisten Infektionen waren durch Dermatophyten bedingt, seltener durch Hefepilze.

Die Diagnostik von Dermatomykosen umfasst den mikroskopischen Pilznachweis mit fluoreszenzoptischem Blankophor-Präparat und den kulturellen Pilznachweis. Molekulare Methoden, wie die Polymerasekettenreaktion (PCR) sind heute Standard und erlauben einen hochspezifischen und sehr empfindlichen und insbesondere schnellen Pilznachweis im Nagel und in Hautmaterial.

Die Onychomykose kann bei richtiger Indikationsstellung topisch mit antimykotischem Nagellack behandelt werden. Die kontinuierliche Behandlung der Onychomykose mit Terbinafin ist die wirksamste systemische Therapieform. Zur Lasertherapie der Onychomykose liegen bislang wenige Studien zur klinischen Wirksamkeit vor. Diabetiker mit Neuropathie stellen eine klare Kontraindikation für die Lasertherapie der Nägel dar.

Grampositive und gramnegative Haut- und Weichgewebeinfektionen beim Diabetiker sind eine therapeutische Herausforderung. Sie sind beim diabetischen Fußulkus die limitierenden prognostischen Faktoren. Multiresistente Erreger, wie MRSA, PVL-positive MSSA und -MRSA sowie MRGN besiedeln und infizieren die Wunden beim Diabetiker.

Diabetes-assoziierte Dermatosen sind u. a. intertriginöse Candidosen der Haut, die Prurigo diabetica (Prurigo simplex subacuta) und das Granuloma anulare disseminatum, welches mit Hyperglykämie und Hyperlipidämie assoziiert ist. Immer wieder kommt die Necrobiosis lipoidica diabeticorum, meist prätibial, vor. Psoriasis vulgaris und Diabetes mellitus führen zu weiteren Komplikationen und Ko-Morbiditäten.